Nachteile der Dread-Disease-Versicherung

Die Dread-Disease-Versicherung tritt im Falle einer schwerwiegenden Krankheit ein, ist aber kein Ersatz für die BU Versicherung.

Häufig entsteht der Eindruck, dass die Dread-Disease-Versicherung, die man ungefähr mit „Schwere-Krankheiten-Versicherung“ übersetzen kann einspringt, wenn eine der im Versicherungsvertrag festgehaltenen Krankheiten ausbricht, die Versicherung gegen die Berufsunfähigkeit ersetzen könnte. Dies ist allerdings ein Irrtum. Gerade wenn es um Tätigkeiten als Selbstständiger, als Hausfrau oder Hausmann und um Bürotätigkeiten geht, die ein Versicherungsnehmer ausübt, wird die Dread-Disease-Versicherung gerne als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung gewählt. In diesen Berufsgruppen, die weniger Gefahren ausgesetzt sind, wie beispielsweise ein Handwerker oder ein Straßenbaumeister, würde die Krankheit eher eine Gefahr darstellen, als das Eintreten der Berufsunfähigkeit außerhalb dieser Krankheiten.

Allerdings sind für alle Berufsgruppen, egal, welcher Gefahrenstufe der Arbeitnehmer ausgesetzt ist, beide Versicherungen absolut wichtig. Es stellt sich die Frage, wie die bisherige Krankenhistorie der ganzen Familie ausgefallen ist: Gab es Krebsfälle in der Familie? Oder haben die Familienmitglieder zu Herzinfarkten geneigt? Das sollte man sich unbedingt vorher anschauen und anschließend am besten zu beiden Versicherungen greifen. Heutzutage erkranken die meisten Menschen heutzutage an psychischen Erkrankungen. Gerade Frauen scheinen gefährdet: 70 Prozent aller Berufsunfähigkeiten gehen bei Frauen auf die psychische Belastung zurück! Und auch die Prozentzahl der Männer sollte man nicht verachten. Die Dread-Disease-Versicherung sichert in der Regel genau diesen Punkt nicht ab. Das ist ein weiterer Nachteil, der aber durch die Berufsunfähigkeitsversicherung wieder ausgeglichen werden kann.

Beim Betrachten dieser Tatsachen wird schnell klar: Beide Versicherungen sind geradezu unabdingbar – unabhängig von der Gefahrengruppe, in der ein Arbeitnehmer tätig ist.